Iollarum
Seit Jahrhunderten ziehen Bauern und Wanderer durch dieses Land, das meinen Namen trägt: Iollarum. Ein gewundener Weg durch die Hügel. Auf einer alten Karte von Costigliole findet sich eine Jahreszahl: 1428. Damals hatte Christoph, der genuesische Reisende, die Neue Welt noch nicht entdeckt. Und ich war bereits dort, auf diesem alten Kartenblatt, und wies den Weg. Stellen Sie sich meine Geschichte auf dem Etikett vor, in diesem Wirbel lateinischer Worte – und Sie liegen goldrichtig.
Auf diesen Hügeln bin ich geboren, ein Kind der alten Rebsorte Nebbiolo. Anderswo entstehen aus den Trauben desselben Stammes kostbare Weine: Barolo, Barbaresco, Ghemme, Gattinara und Valtellina.
Sie sind wie meine Brüder, doch ich bin in eine andere Familie hineingeboren – an der Seite der roten Barbera, des goldfarbenen Moscato und des Uvalino, der das Wissen vergangener Generationen bewahrt. Ich bin ein stolzes Kind des Monferrato.
Mit ihnen bin ich aufgewachsen, habe Wurzeln geschlagen und kostbare Trauben hervorgebracht, die mit alter Weisheit, ohne Eile und zum richtigen Zeitpunkt gelesen wurden, damit ich elegant und überraschend werden konnte.
Die Menschen von Cascina Castlét ließen mich zunächst in „Wiegen“ aus Keramik reifen. Danach lernte ich die kurze Umarmung des Eichenholzes in Barriques kennen. Schenken Sie mich in Ihre Gläser ein, und ich begleite Sie Schritt für Schritt auf den alten Wegen, die schon von Wanderern beschritten wurden, lange bevor Christoph den Bug seiner Karavellen gen Westen, der untergehenden Sonne entgegen, richtete.


